Oberharzer Bergbaukirchen erkunden

Wed, 14 Jul 2021 09:37:02 +0000 von Grit Sauer

Nach-Corona-Zeit! Wir wollen offene Kirchen – gute Kirchenbetreuung - lebendige Kirchenführungen für Einheimische und Gäste anbieten:

Oberharzer Kirchen, die aus dem Bergbau kommen, erkunden, 
 um Kirchenführungen halten zu können

Das sind zunächst: Altenau, St. Nikolaus; St. Andreasberg, St. Martin; Bad Grund, St. Antonius; Buntenbock, Dorfkirche; Clausthal, Marktkirche zum Heiligen Geist; Hahnenklee, Gustav-Adolf-Kirche; Lautenthal, Paul-Gerhardt-Kirche; Wildemann, St. Maria Magdalena; Zellerfeld, St. Salvatoris. 
Dazu kommen Nachfolgekirchen aus dem engeren und weiteren Umkreis (Hohegeiß, Zur Himmelspforte; Lauterberg, St. Andreas; Katlenburg, St Johannes, Wolfenbüttel, St Johannes u.a.)

Ziel: Wissenserwerb über die theologische und kirchengeschichtliche Bedeutung der Oberharzer Kirchen und ihre Stellung in der Geschichte des protestantischen Kirchenbaus: grundsätzlich, im Besonderen aber, um Kirchenführungen halten zu können.

Worum es uns geht: 

1.   Der Rang der Harzer Kirchen im Kontext mit dem Welterbe im Harz:

Es gibt eine direkte Entsprechung zwischen dem Weltrang der historischen Oberharzer Bergbaukultur und dem Anspruch der damaligen Gemeinden an die künstlerische und theologische Qualität ihrer Kirchenbauten.

2.   Dies zeigt sich 

1. in der ausgefeilten Ikonologie der Bauten sowie der theologischen Symbolik der Räume und ihrer Ausstattung und                                                 2. in ihrer Bedeutung im Rahmen der protestantischen Kirchenbaugeschichte.

3.   Die Oberharzer Kirchen wurden von und für eine Bevölkerung konzipiert, deren soziale Struktur und Mentalität in vielfacher Weise Parallelitäten zur modernen Industriegesellschaft aufweist. Die Erfahrung zeigt, dass eine Erläuterung der spezifischen Gestalt und Ausprägung der Oberharzer Kirchenräume und ihrer Ausstattung es möglich macht, modernen Skeptikern der heutigen Gesellschaft christliches Ideengut nachvollziehbar zu machen.

Ergebnis: Verschiedene Formate der Kirchenführungen: 

kurz (15 Minuten) – mittel (30 Minuten) – lang (2 Stunden)

Vorgehen: Mit Hilfe von eigens konzipierten Arbeitsblättern wird den Teilnehmern des Kurses das Wissen flexibel vermittelt: Arbeitsblätter studieren, in der Sitzung (2 Std.) erläutern, vertiefen, durch Exkursionen vor Ort konkretisieren.

Die Arbeitsblätter sollen im Anschluss überarbeitet und den Kirchengemeinden zur Verfügung gestellt werden.

Teilnehmende: Menschen aus dem verbundenen Pfarramt, mindestens 5 – höchstens 15 

Ergebnis: Teilnahmebescheinigung, möglicherweise Zertifikat

Zeitaufwand: 2 Halbjahre mit zweimal 6 Wochen Pause (= 80 Stunden)

Wöchentliche Sitzungen a 2 Unterrichtsstunden (= 90 Minuten) – nach Absprache Wochenendsitzung(en)/ -Exkursionen. Beginn: Winter 2021
Quelle: sauer